Die Performancegebühr entspricht einem Prozentsatz, den Investoren nach jedem Abrechnungszeitraum für profitable Investitionen an Fondsmanager zahlen. Im Folgenden wird ausführlich erläutert, wie diese Berechnung funktioniert.
Formel für die Performancegebühr
Die Performancegebühr wird wie folgt berechnet:
Gebühr = (Gewinn seit Beginn - High Water Mark) × Gebührensatz
Dabei gilt:
Gewinn seit Beginn: Gesamtergebnisse aus allen geschlossenen und offenen Positionen vom Beginn der Investition bis zum Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums oder bis zum Abschluss der Investition
High Water Mark: Der höchste Gewinnstand, der am Ende eines vorherigen Abrechnungszeitraums erreicht wurde
Gebührensatz: Der Prozentsatz des Investitionsgewinns, der an den Fondsmanager zu zahlen ist
Am Ende jedes Abrechnungszeitraums vergleichen wir den aktuellen Gewinn mit der vorherigen High Water Mark. Überschreitet der Gewinn diese Marke, wird der neue höhere Wert zur High Water Mark für zukünftige Zeiträume.
Hinweis: Liegt der Gewinn seit Beginn unter der High Water Mark, wird für diesen Zeitraum keine Performancegebühr erhoben.
Berechnungsbeispiel
Sehen wir uns an, wie dies in der Praxis funktioniert:
Ein Fondsmanager legt einen Performancegebührensatz von 10% fest
Ein Investor investiert $5,000 in den Fonds
Ergebnisse des ersten Abrechnungszeitraums:
Gewinn: $600
Performancegebühr: $600 × 10% = $60
Eigenkapital der Investition nach der Gebühr: $5,540
High Water Mark auf $600 festgelegt
Ergebnisse des zweiten Abrechnungszeitraums:
Es entsteht ein Verlust von $100
Aktueller Gewinn: $500
High Water Mark: $600 (aus dem vorherigen Zeitraum)
Da der Gewinn ($500) unter der High Water Mark ($600) liegt, wird keine Gebühr erhoben
Der Fondsmanager verdient nur dann eine Performancegebühr, wenn neue Gewinnhöchststände erzielt werden, wodurch die Übereinstimmung mit den Interessen der Investoren sichergestellt wird.
